1967-1989

FAIRNESSPOKAL,BEZIRKSLIGA-AUFSTIEG UND SPIEL GEGEN DIE BUNDESWEHR-NATIONALMANNSCHAFT

1988 steigt der Sportverein erstmals in die Bezirksklasse auf. Doch auch neben dem bisher größten Erfolg der Vereinsgeschichte gab es einige weitere Höhepunkte, die der Verein zu dieser Zeit erlebte.

🏓1971-1972

Am 6. April 1971 folgten einige Erwachsene und Jugendliche aus dem Mutscheider Gebiet dem Aufruf zum Tischtennisspiel und trafen sich in der kleinen Gymnastikhalle der Mutscheider Hauptschule. Das war der Startschuss zur Gründung der Tischtennis-Abteilung. Am 30. August 1972 konnte die erste Herrenmannschaft für die 3. Kreisklasse beim Westdeutschen Tischtennis-Verband angemeldet werden.

⚽1974-1976

Der Verein entwickelte sich mehr und mehr zu einer Institution. Auf Jugend- und Nachwuchsarbeit wurde dabei viel Wert gelegt, sodass sich die am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften stetig erhöhten. Im Jahre 1975 konnte der Verein bereits über 200 Mitglieder verzeichnen.

Das neben dem sportlichen Erfolg auch stets das gemeinschaftliche Zusammensein wichtig war und ist, zeigte sich nicht zuletzt in unserem Verein im Jahre 1975. In diesem Jahr gewann der SV Mutscheid den „Fairnesspokal“ des Kreises Euskirchen. Kein Spieler der 1. und 2. Seniorenmannschaft erhielt in der Saison 1974/75 eine Rote Karte. 

In der Saison 1975/76 wurde zum ersten Mal eine Mutscheider Fußbalmannschaft Meister: die 2. Mannschaft stieg in die Kreisliga B auf. In dieser Mannschaft spielten Günter Falkenstein, Herbert (Stani) Weber, Heinz Ohlert, Josef Dederichs, Jochen Großmann, Karl-Heinz Honert, Erwin Schneider, Albert Weber, Wolfgang Weber, Hans-Peter Gilgenbach, Herbert Schäfer und Toni Schmitz.

⚽1982
Im Mai war es dann so weit. Erstmals in der Vereinsgeschichte gelang es der 1. Mannschaft unter Coach Willi Wesseling in die 1. Kreisklasse aufzusteigen. 95 Tore konnte die Mannschaft im Aufstiegsjahr erzielen. Goalgetter des Teams waren Paul „Pulle“ Kolvenbach, Werner „Joe“ Schmitz und Dieter Kump.

Die erste „große“ Fahrt unternahm der Verein vom 10. bis 14. Juni 1982 nach Tenterden bei Ashford/England. 22 Vereinsmitglieder überquerten den Kanal und wohnten bei englischen Gastfamilien. Neben der Besichtigung der Stadt Canterburry wurde samstags die Landeshauptschadt London erkundet. Während der Ausflüge wurden erste persönliche Kontakte zwischen den Engländern und Deutschen geknüpft, die dann abends in einem gemütlichen Pub oder im Vereinslokal der Gastgebermannschaft Tenterden vertieft wurden. Selbstversändlich stand auch ein sportlicher Wettkampf auf dem Programm, den unsere Elf mit 3:8 Toren verlor.

⚽1987
Einen Höhepunkt erlebte der Verein im Oktober 1987. Aufgrund der Beziehungen von Coach Jürgen Breuer zur Bundeswehr gelang es, ein Spiel gegen die Bundeswehr-Nationalmannschaft auszutragen. Spieler wie Bodo Illgner (1. FC Köln), Oliver Bierhoff (Bayer 05) und auch Michael Preetz (Fortuna Düsseldorf) waren vor Ort. 700 Zuschauer säumten den Spielfeldrand im Stadion zu Olef. Für Spieler und Fans des SV Mutscheid ein unvergessliches Ergebnis – und das trotz der 2:13-Niederlage. Rolf Köndgen erzielte das zwischenzeitliche 1:2 und legte später das Tor von Frank „Faxe“ Assenmacher zum 2:12 vor.

⚽1988-1989
Die Seniorenabteilung unseres Vereins wuchs ständig. Zeitweilig gehörte der SV Mutscheid zu den wenigen Vereinen des Kreises, die drei Seniorenmannschaften zum Spielbetrieb gemeldet hatten. Der 2. Seniorenmannschaft gelang, nachdem sie jahrelang im oberen Tabellendrittel der 3. Kreisklasse gespielt hatte, in der Saison 1988/89 der Aufstieg in die 2. Kreisklasse.

Den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte des SV Mutscheid erlebte man am 29. Mai 1988. Als bisher einziger Verein aus dem Höhengebiet gelang es, in die Bezirksliga aufzusteigen. Die ganze Mutscheid war „auf den Beinen“. Die Hardtbrücke war für die Gegner eine nicht einzunehmende Festung. Zuschauerzahlen von bis zu 500 waren keine Seltenheit in dieser Saison.

Basis für diesen Erfolgm war die kontinuierliche Jugendarbeit, die der Verein bis heute betreibt. Jürgen Breuer, der mit seinen Schützlingen bis zu dreimal in der Woche trainierte, gelang es, das spielerisch-technische Niveau der Mannschaft stetig zu steigern. In der Vorbereitungszeit, in der die jungen Burschen des Öfteren auf den bergigen Waldwegen der Mutscheid angetrofffen wurden, wurde konditionelle Fleißarbeit geleistet.