Nur zwei Wochen nach der neuen persönlichen Bestzeit beim Berlin Marathon (2:37:42 h) stand am vergangenen Wochenende der nächste Start für Marco an: der Essen Marathon rund um den Baldeneysee. Der Plan: Ein kleineres Event nutzen, um unter Wettkampfbedingungen eine alternative Verpflegungsstrategie zu testen.
Das Rennen begann mit einem organisatorischen Chaos. Bei Kilometer 2 verpasste das Führungsfahrzeug den geplanten Wendepunkt, da vor Ort weder Streckenposten noch Schilder oder Absperrungen zu finden waren. Irgendwann bemerkte der führende Radfahrer der Spitze, dass etwas nicht stimmte und entschied einfach umzudrehen. Das zweite Begleitfahrrad der Verfolgergruppe wendete dann ebenfalls und machte weitere Läufer auf den Fehler aufmerksam. So wendeten alle Läufer nicht wie vorgesehen am gleichen Wendepunkt, sondern manche hier – manche 200m vorher und die Spitze 200m weiter weg. Beim 3-Kilometerschild zeigten die GPS-Uhren bereits 4,9 Kilometer. Stolze 1,9 Kilometer und rund 7 Minuten Umweg in den Beinen. Die Rennleitung reagierte immerhin im weiteren Verlauf: Bei Kilometer 16 wurde der zweite Wendepunkt entsprechend vorgezogen, sodass die Gesamtdistanz am Ende aufging.
Neben dem Trubel am Start machte ein kurzer Regenschauer und kräftiger Gegenwind das Rennen schwer. Bis zur Halbmarathon-Marke lief es trotz allem flott. Danach forderte das Renngeschehen zusammen mit den Vorbelastungen aus Berlin seinen Tribut. Auf der zweiten Hälfte wurde es ein reines Durchbeißen und der Mann mit dem Hammer kam früh.
Am Ende stand eine Zielzeit von 2:47:03 h, was im Gesamtfeld der 858 Marathon-Starter für einen starken 16. Platz reichte.
Ergebnisse:

