Beim 52. BMW Berlin-Marathon ging Marco Müller für den SV Mutscheid an den Start – und belohnte sich mit einer neuen persönlichen Bestzeit.
Vorgeschichte
Vor ziemlich genau einem Jahr startete Marco erstmals in Köln über die klassische Laufdistanz von 42,195 km. Im Ziel standen 2:45:45 Stunden auf der Uhr. Es fehlten 45 Sekunden für die Qualifikationszeit von 2:45:00 Stunden, die Berlin für einen sicheren Startplatz für deutsche Läufer garantiert. Ohne diese Norm bleibt nur die Lotterie – und die Chancen stehen bei einem Vielfachen der letztlich 56.000 Starter denkbar schlecht.
Kurzerhand ging es nur 3 Wochen nach dem Debüt in Köln beim Frankfurt-Marathon erneut an den Start. Mit 2:39:15 Stunden unterbot Marco die Marke deutlich.
World Marathon Major: Weltklasse-Kulisse
Berlin zählt zu den renommierten World Marathon Majors, den weltweit bedeutendsten Marathons. Die Serie boomt – und das merkt man an jeder Ecke: 56.000 Starter aus über 160 Nationen und rund eine Million Zuschauer am Streckenrand – Wahnsinn. Sehr beeindruckend, sowohl als Läufer, als auch als Zuschauer!
Anreise und Marathon-Atmosphäre in der Stadt
Gemeinsam mit Frau, Mutter und Sohn reiste Marco bereits am Freitag an. Schon im Hotel traf man auf die ersten Läufer. Am Samstagmorgen ging es mit der Bahn zur Marathon-Messe am ehemaligen Flughafen Tempelhof, um die Startnummer abzuholen. Das Stadtbild war eindeutig geprägt: Überall unzählige Läufer mit Event-Shirts und Jacken, Laufschuhen und der Vorfreude auf das Rennen. Man verspürte ein tolles Gemeinschaftsgefühl unter fremden Menschen. Die Vorfreude stieg gewaltig. Begleitet wurde dies vom typischen Läufer-Ratespiel: „Was läuft der wohl morgen?“
Renntag: Nach Plan bis Kilometer 35
Am Sonntagmorgen klingelte um 5:00 Uhr der Wecker. Um 6:00 Uhr gab es ein leichtes Frühstück, um 7:30 Uhr ging es die rund 2,5 km zu Fuß (ca. 2,5 km) durch den Tiergarten und vorbei an der Siegessäule zum Startgelände. Auf dem Weg dorthin war die professionelle Organisation greifbar: Hunderte Helfer und Sicherheitskräfte leiteten das Feld reibungslos in die Blöcke.
Im schnellsten Startblock A stellte sich Marco bewusst weit nach vorne. Aus Frankfurt hatte er gelernt: Weiter hinten verliert man zu viel Zeit und findet nur schwer in den Laufrhythmus.
Pünktlich um 8:45 Uhr fiel der Startschuss. Vorbei an der Siegessäule wurden die ersten 5 km in 18:17 min abgespult. Getragen von der riesigen Zuschauermenge lief es sich fast wie im Dauerlauf. Bundestag, Fernsehturm und weitere Hotspots flogen vorbei. Die Zwischenzeiten lagen perfekt auf Kurs für eine Endzeit von 2:35 Stunden:
10 km 36:27 min
15 km 54:43 min
Halbmarathon 1:16:57 h
25 km 1:31:11 h
30 km 1:49:31 h
35 km 2:08:12 h
Ziel 2:37:42 h
Kampf auf den letzten Kilometern
Ab Kilometer 36 meldete sich der „Mann mit dem Hammer“ – die Oberschenkelrückseite machte dicht und drohte zu krampfen. Um Muskelkrämpfe zu vermeiden, musste Marco das Tempo deutlich verringern. Das zuvor herausgelaufene Zeitpolster reichte jedoch aus, um den Bestzeitenkurs zu halten.
Mit zusammengebissenen Zähnen ging es durch das Brandenburger Tor auf die Zielgerade. Erneut die Siegessäule im Blick und unter einer beeindruckenden Geräuschkulisse stoppte die Uhr für Marco nach 2:37:42 h. Damit verbesserte Marco seine Bestzeit um 1:33 Minuten.
Das Wochenende in Berlin hat die harte Vorbereitung entlohnt und bleibt als besonderes Erlebnis in Erinnerung. Der Berlin Marathon ist auf jeden Fall eine Reise wert!
Link zu den Ergebnissen:
https://berlin.r.mikatiming.com/2026/

